The bird

 

Ich sehe einen Vogel. Sein Gefieder ist bunt, glänzend. Der Staub tanzt in den Sonnenstrahlen. Er hat Angst. Kalte Stäbe umschließen ihn. Freunde rufen ihn. Er ist gefangen.

Ich sehe einen Vogel. Sein Gefieder war bunt, glänzend. Farbtupfer bedecken den Boden. Ihm ist kalt. Nackt, klein, hilflos.
Die Tage werden lang. Die Sonnenstrahlen schwinden.

Ich sehe einen Vogel. Sein Gefieder war bunt, glänzend. Die Farbtupfer sind verschwunden. Seine Freunde sind fort, verstummt. Die Hand. Sie ist wieder da. Misstrauen erwacht. Sind es Schmerzen, die ihn erwarten? Kann er vertrauen?

 

Ich sehe eine Vogel. Sein Gefieder war bunt, glänzend. Er wirkt durchscheinend, zerbrechlich. Doch... Was ist das? Eine neue, fremde Hand. Wo sind die kalten Stäbe?
Ein neuer Ort. Neue Hände. Die Schwingen fühlen endlich den ersehnten Lufthauch. Er breitet sie aus. Sie tragen ihn noch nicht.

Ich sehe einen Vogel. Sein Gefieder ist bunt, glänzend. Neue Freunde rufen ihn. Er ist frei. Die kalten Stäbe sind endgültig fort.
Und doch bleibt er. Er breitet seine Schwingen aus. Sie tragen ihn fort. Lassen Wunden heilen. Doch er kommt zurück.

Nach Hause.

17.11.13 13:16

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